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Pressemitteilungen


Pressemitteilung Januar 2026: Sozialbeiträge sind die Hauptsorge

von Birgit Marschall

Eine Umfrage hat die aktuelle Stimmung bei Familienunternehmen ermittelt.

BERLIN Die hohen und voraussichtlich weiter steigenden Sozialabgaben sind erstmals die größte Zukunftssorge der Familienunternehmen in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Verbandes „Die Familienunternehmer“ unter knapp 1000 Mitgliedsunternehmen. Demnach rangiert der Anstieg der Sozialabgaben zum ersten Mal seit Beginn der Erhebungen 2018 auf Platz eins der größten Sorgen. 87 Prozent der Firmen befürchten weitere Beitragsanstiege für die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung und damit höhere Lohnnebenkosten.
Diese Sorge hat die Last durch bürokratische Berichtspflichten auf Platz zwei der größten Sorgen verdrängt. Diese plagen aber weiterhin 83 Prozent der Familienunternehmen. Die Verkrustung des Arbeitsrechts liegt wie im Vorjahr auf Platz drei der Sorgen. Aus demografischen Gründen und wegen wieder steigender Arbeitslosigkeit, aber auch wegen des technischen Fortschritts nehmen die Ausgaben der Sozialversicherungszweige deutlich zu. Für die Pflegeversicherung stiegen die Beiträge zum 1. Januar 2026. Auch viele Krankenkassen erhöhten die Zusatzbeiträge. Für die Rentenversicherung werden in den kommenden Jahren deutliche Beitragsanstiege erwartet, weil dann große Gruppen der sogenannten Babyboomer-Generation in Rente gehen werden.
Experten halten einen Anstieg des Gesamtversicherungsbeitrags von derzeit knapp 42 bis 2035 auf 50 Prozent eines Brutto-Monatsgehalts für möglich, wenn nicht mit Reformen gegengesteuert wird. Die Beitragszahlungen teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte.

38 Prozent der Unternehmer erwarten für 2026 ein Wachstum ihres operativen Geschäfts

Für das Jahr 2026 erwarten die Familienunternehmer der Umfrage zufolge eine leichte konjunkturelle Erholung. Die Talsohle sehen sie nach drei Jahren Rezession und Stagnation durchschritten: 38 Prozent der Unternehmer erwarten für 2026 ein Wachstum ihres operativen Geschäfts. Im Vorjahr waren es nur 31 Prozent. Dennoch liegt dieser Wert noch deutlich unter den Vor-Corona-Niveaus (59 bis 69 Prozent).
Auch am Arbeitsmarkt bleibt die Lage aus Sicht der Unternehmen angespannt. Zwar ist die Zahl der Betriebe, die befürchten, Arbeitsplätze abbauen zu müssen, leicht gesunken, doch planen weiterhin mehr Unternehmen Stellenstreichungen (25 Prozent) als Neueinstellungen (21 Prozent). Die Ausbildungsbereitschaft verharrt auf niedrigem Niveau: 24 Prozent der Unternehmen wollen nicht ausbilden. „Wir Familienunternehmer wollen 2026 gerne optimistisch beginnen. Doch dass ein weiterer Anstieg der Lohnzusatzkosten erstmals auf Platz eins der Sorgenliste unserer Unternehmer steht, zeigt, wie dringend die Bundesregierung hier mit Reformen beginnen muss“, sagte Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann.
Ein ähnliches Bild vermittelt die diesjährige Konjunkturumfrage des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB). Ihre aktuelle Geschäftslage schätzen demnach 44,4 Prozent der befragten 1500 Freiberufler als gut ein, 42,4 Prozent als befriedigend und 13,2 Prozent als schlecht. Verglichen mit den Vorjahreswerten verbessert sich die Stimmung nur leicht: Im Winter 2024 beurteilten 40,8 Prozent der Befragten ihre Lage als gut, 43,6 Prozent als befriedigend und 15,6 Prozent als schlecht. Allerdings zeigt sich ein durchaus differenziertes Bild: Nur die rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Freiberufler beurteilen ihre Lage mehrheitlich als gut. Danach folgen die technisch-naturwissenschaftlichen Berufe und die Kulturberufe. Deutlich gedämpfter ist die Stimmung hingegen bei den Heilberufen.

Pressemitteilung Januar 2026: Ergebnisse der BFB-Konjunkturumfrage Winter 2025

Dr. Stephan Hofmeister: „Vertrauensvorschuss aufgebraucht.“

  • Stimmung kippt
  • Mittelstandsgerechte Politik stärken
  • Weiterer Beschäftigungszuwachs zeichnet sich ab


„Der im Sommer noch gewährte Vertrauensvorschuss der Freien Berufe ist aufgebraucht. Ein Stimmungsaufschwung bleibt aus, stattdessen wächst die Ernüchterung. Das zeigt die aktuelle Umfrage deutlich: Knapp die Hälfte der befragten Freiberuflerinnen und Freiberufler bewertet ihre Geschäftslage als gut, zugleich bleibt der Blick nach vorn gedämpft. Knapp ein Viertel rechnet in den kommenden sechs Monaten mit einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung. Die gesamtwirtschaftliche Lage wirkt sich damit inzwischen spürbar auf die Freien Berufe aus“, so BFB-Präsident Dr. Stephan Hofmeister.
„Die Befragten gehen weiterhin davon aus, dass ihre freiberufliche Tätigkeit maßgeblich von den politischen Rahmenbedingungen abhängt. Freie Berufe brauchen klare, verlässliche Leitplanken statt ständige Eingriffe. Nur mit Planungssicherheit und beruflicher Freiheit können sie ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl gerecht werden.

Pressemitteilung Dezember 2025: Präsident und Vorstand der Architektenkammer des Saarlandes gewählt

Präsident und Vorstand der Architektenkammer des Saarlandes gewählt 

Die Mitgliederversammlung der Architektenkammer des Saarlandes (AKS) hat am 28.11.2025 ihre Führungsspitze, den 8-köpfigen Vorstand und weitere wichtige Kammer-Gremien gewählt. Präsident wurde der bisherige Vizepräsident Jens Stahnke. Stahnke ist freischaffender Architekt und Stadtplaner aus Saarbrücken. Zur Vizepräsidentin wurde die freischaffende Architektin Bettina Berwanger aus St. Wendel gewählt. Der bisherige Präsident, Alexander Schwehm, hatte nicht mehr kandidiert.

Der neue Kammerpräsident Jens Stahnke warb bei den anwesenden Kammermitgliedern dafür, gemeinsam aufzutreten: „Lasst uns gemeinsam für unseren Beruf kämpfen und die Wertigkeit unseres Berufes in die Mitte stellen.“ Denn durch die kleinteiligen Bürostrukturen haben es saarländische Planende oft schwer, mit großen Büros zu konkurrieren. Einen Schwerpunkt sieht Stahnke beim Architektennachwuchs: „Wir müssen junge Kolleginnen und Kollegen in unsere Büros aufnehmen. Wir müssen unsere Nachfolgen klären.“ Zudem bricht der AKS-Präsident eine Lanze für Baukultur – insbesondere in Hinblick auf den wertschätzenden Umgang mit Baudenkmälern – und nachhaltige Architektur. „Wirtschaftlichkeit steht momentan im Vordergrund. Wir müssen wieder die Nachhaltigkeit ins öffentliche Bewusstsein bringen. Und selbstbewusst dafür einstehen, dass unsere Planung an erster Stelle steht“, appellierte Jens Stahnke.

Der gewählte AKS-Vorstand im Überblick:

Präsident:

Jens UKFW Stahnke, freischaffender Architekt und Stadtplaner

Vizepräsidentin:

Bettina Berwanger, freischaffende Architektin

Weitere Vorstandsmitglieder:

Stefan Drees, freischaffender Architekt
Susanne Matheis, freischaffende Innenarchitektin

Cathrin Moll, angestellte Architektin

Heide Roth, freischaffende Architektin

Carlos Stuckert, freischaffender Landschaftsarchitekt

Sven Attila Várszegi, angestellter Architekt

Die Mitglieder der weiteren Gremien finden Sie in Kürze auf der AKS-Website:

https://aksaarland.de/ueber-uns/organe-und-ausschuesse-der-aks/

Die Architektenkammer des Saarlandes ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, der alle Architekt:innen, Innenarchitekt:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Stadtplaner:innen mit Wohn- oder Geschäftssitz im Saarland angehören. Sie bilden gemeinsam die Mitgliederversammlung.

Fotos:

Foto 01: AKS-Präsident Jens Stahnke

Foto 02: AKS-Präsident Jens Stahnke und AKS-Vizepräsidentin Bettina Berwanger

Foto 03: AKS-Vorstand, von links nach rechts: Susanne Matheis, Heide Roth, Jens Stahnke, Bettina Berwanger, Cathrin Moll, Sven Attila Várszegi, Stefan Drees – Carlos Stuckert fehlt

Pressemitteilung November 2025: Marktstrukturanalyse 2024: Wachsende Dynamik im Wirtschaftsprüfungsmarkt

Marktstrukturanalyse 2024: Wachsende Dynamik im Wirtschaftsprüfungsmarkt

Exklusive Untersuchung der Wirtschaftsprüferkammer

Berlin, 24. November 2025 – Die Ergebnisse der Marktstrukturanalyse der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) für das Jahr 2024 (www.wpk.de/marktstrukturanalyse/) zeigen eine zunehmend dynamische Entwicklung im deutschen Prüfungsmarkt.

Die WPK hat zwischen 2023 und 2024 84 Prüferwechsel bei kapitalmarktorientierten Unternehmen im Sinne des § 264d Handelsgesetzbuch (HGB) ermittelt. Das entspricht einem gegenüber den Vorjahren auffallend erhöhten Anteil von 20,4 %. In 34 Fällen blieb das jeweilige Prüfungsmandat innerhalb der Gruppe der „Big Four“-Gesellschaften Deloitte, EY, KPMG und PricewaterhouseCoopers. 13 Mandate blieben innerhalb der Gruppe von Gesellschaften mittlerer Größe, weitere 16 innerhalb der Gruppe kleinerer Praxen. Bei den gruppenübergreifenden Prüferwechseln haben – wie bereits in den Vorjahren – insgesamt mehr Abschlussprüfungen von einer größeren zu einer kleineren Wirtschaftsprüferpraxis gewechselt als umgekehrt.

Hinsichtlich der Anzahl der Prüfungsmandate sowie der zugehörigen Prüfungs- und Gesamthonorare ist im Segment der kapitalmarktorientierten Unternehmen zwar weiterhin eine sehr hohe Konzentration auf die vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften festzustellen. Jedoch ist ebenfalls erkennbar, dass deren relative Anteile in allen drei untersuchten Bereichen im Jahresvergleich rückläufig sind. Es haben Verschiebungen zugunsten der Anteile kleinerer und insbesondere mittlerer Wirtschaftsprüferpraxen stattgefunden.

Von den Abschlussprüfungen bei dem Kapitalmarkt nahestehenden sonstigen Unternehmen, die keine Unternehmen von öffentlichem Interesse sind, wurden 55,1 % von Wirtschaftsprüferpraxen durchgeführt, die weder den großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften noch den Next 12-Netzwerken angehören (2023: 54,7 %; 2022: 51,9 %). Anders als bei der Prüfung kapitalmarktorientierter Unternehmen war in diesem Marktsegment bereits in den Vorjahren ein Mehrheitsanteil der kleineren Wirtschaftsprüferpraxen zu verzeichnen. Dieser hat sich im Berichtszeitraum stetig erhöht.

Diese Ergebnisse aus den Untersuchungen in den verschiedenen Marktsegmenten unterstreichen die Bedeutung und den wesentlichen Beitrag, den auch die kleineren und mittleren Wirtschaftsprüferpraxen zum Funktionieren des Kapitalmarktes leisten.

Weitere Untersuchungsergebnisse: 

  • Bei der Entwicklung des durchschnittlichen Anteils der Nicht-Abschlussprüfungsleistungen an den bei kapitalmarktorientierten Unternehmen erzielten Gesamthonoraren setzt sich der Trend der Vorjahre fort: In diesem Marktsegment werden zunehmend weniger Nicht-Abschlussprüfungsleistungen erbracht. Die Gesamthonorare der Wirtschaftsprüferpraxen, die kapitalmarktorientierte Unternehmen prüften, betrugen im Jahr 2024 rund 886 Mio. Euro. Davon entfielen rund 129 Mio. Euro auf Nicht-Abschlussprüfungsleistungen, was einem Anteil von 14,6 % entspricht (2023: 15,4 %; 2022: 19,8 %).
  • Der Anteil der in großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften tätigen Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer (WP/vBP) an der Gesamtzahl der WP/vBP beträgt im Jahresvergleich nahezu konstant 19,6 %. Der Anteil der in Next 12-Netzwerken tätigen WP/vBP liegt bei 14,3 % und der Anteil der in kleineren Wirtschaftsprüferpraxen tätigen WP/vBP bei 66,1 %.
  • Der Trend zu einer stärkeren Vernetzung von Wirtschaftsprüferpraxen und zur Gründung größerer Einheiten hält weiter an. Ende 2024 waren 501 Netzwerke (2023: 488; 2022: 480) im Berufsregister der WPK registriert. Diesen waren 929 Wirtschaftsprüferpraxen (2023: 918; 2022: 921) angeschlossenen.
  • Insgesamt prüften 51 Wirtschaftsprüferpraxen 912 Mandate von Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne des § 316a HGB (2023: 51 WP-Praxen und 938 Mandate; 2022: 53 WP-Praxen und 964 Mandate).

Die Analyse der WPK bietet Einblicke in die Struktur des Wirtschaftsprüfungsmarktes in Deutschland. Grundlage bilden Daten aus dem Berufsregister, die in dieser Form exklusiv der WPK vorliegen. Sie werden um weitere empirisch ermittelte Daten ergänzt. Als Quellen dienen dabei die Veröffentlichungen im Bundesanzeiger und Unternehmensregister, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bereitgestellten Unternehmenslisten sowie die Transparenzberichte der Prüfer der Unternehmen von öffentlichem Interesse.

Die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, deren Mitglieder alle Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften in Deutschland sind. Die WPK hat ihren Sitz in Berlin und ist für ihre rund 21.000 Mitglieder bundesweit zuständig. Zu den Aufgaben der WPK gehört es, Mitgliederbelange zu vertreten, die Berufsaufsicht über die Mitglieder zu führen, das Qualitätskontrollverfahren und das Wirtschaftsprüfungsexamen durchzuführen sowie das Berufsregister zu führen. Mehr Informationen unter www.wpk.de.

Pressemitteilung November 2025: Erfolgreiche Premiere: Erster Tag der jungen Freien Berufe

Erfolgreiche Premiere: Erster Tag der jungen Freien Berufe

Am 7. November 2025 feierte in Berlin der Tag der jungen Freien Berufe seine gelungene Premiere – initiiert vom BFB-Gesprächsforum „Junge Freie Berufe“. Knapp 100 Gäste aus den Reihen junger Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, den BFB-Mitgliedsorganisationen und dem BFB-Netzwerk folgten der Einladung und erlebten ein vielschichtiges Programm. Im Mittelpunkt standen persönliche Erfahrungsberichte, praxisnahe Einblicke in Gründung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie klare politische Akzente der jungen Generation.
Bei der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßte als Mitglied des Gesprächsforums Apothekerin Franziska Scharpf, Vizepräsidentin der Bundesapothekerkammer, zum zweitägigen Austausch. BFB-Präsident Dr. Stephan Hofmeister betonte in seiner Einführung: „Die Zukunft ist da – Sie sind da. Dieser Tag ist mehr als ein Kalenderblatt. Er ist ein Signal: Die junge Generation der Freien Berufe wird sichtbar – mit eigenen Ideen und klarer Haltung.“
Die Idee für diesen Tag entstand im Gesprächsforum „Junge Freie Berufe“, das sich seit drei Jahren kontinuierlich entwickelt. In einer pointierten Vorstellungsrunde machten die Co-Sprecherin Zahnärztin Dr. Kathleen Menzel, benannt von der Bundeszahnärztekammer, der Co-Sprecher Steuerberater Tom-Adnan Hobe, benannt vom Deutschen Steuerberaterverband, und Tierarzt
Friedrich Rosenthal, ebenfalls Gründungsmitglied des Forums und benannt vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte, deutlich, worauf es ankommt: Bürokratieabbau, Strategien gegen den Fachkräftemangel und ein verantwortungsvoller Einsatz Künstlicher Intelligenz betreffen alle Professionen gleichermaßen. Zugleich wurde sichtbar, was sie verbindet: Die Sinnhaftigkeit und Unabhängigkeit freiberuflicher Arbeit. Beim lebendigen Austausch mit dem Publikum zeigte sich zudem die generationenübergreifende Stärke der Freien Berufe. Petra Kleining vom BFB moderierte.

Pressemitteilung September 2025: Einladung zur Premiere: Tag der jungen Freien Berufe

Wir freuen uns sehr, Sie zur Premiere des Tags der jungen Freien Berufe am 7. November 2025 in Berlin einzuladen – initiiert vom BFB-Gesprächsforum „Junge Freie Berufe“.

Ab 13:00 Uhr erwartet Sie ein vielseitiges Programm mit inspirierenden persönlichen Geschichten, Impulsen für berufspolitisches Engagement sowie praxisnahen Einblicken in Gründung, Nachfolge und Strategien zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Außerdem werden zentrale politische Forderungen junger Freiberuflerinnen und Freiberufler thematisiert. Es gibt keine formale Altersgrenze – besonders angesprochen sind jedoch junge Berufsträgerinnen und Berufsträger bis etwa 45 Jahre. Mit dabei sind engagierte Berufsträgerinnen und Berufsträger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus unserem Netzwerk.

Aus der Politik haben – in der Reihenfolge ihres Wirkens im Programm – zugesagt: Johannes Winkel MdB (CDU), Bundesvorsitzender der Jungen Union, und Sebastian Roloff MdB (SPD), wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Beauftragter für Freie Berufe. Das vorläufige Programm finden Sie hier.

Ab ca. 17:00 Uhr laden wir Sie herzlich zu einem lockeren Ausklang bei „Snack & Connect“ ein – eine Gelegenheit zum persönlichen Austausch in entspannter Atmosphäre.

Am Abend geht es ab 18:00 Uhr weiter mit Drinks in der Meliá Lounge Bar im Erdgeschoss des Hotels an der Friedrichstraße 103, direkt im Herzen Berlins, mit Blick auf das urbane Treiben (Selbstzahlerbasis).

Das offizielle Ende ist gegen 20:00 Uhr vorgesehen.

Am Samstag, den 8. November, starten wir ab ca. 9:30 Uhr zu einer gemeinsamen Berlin-Tour (Dauer ca. 2,5 Stunden, ebenfalls auf Selbstzahlerbasis). Die genauen Orte werden noch bekannt gegeben.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung erforderlich: Anmeldung hier

Pressemitteilung Juli 2025: Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) nimmt Stellung zum Tariftreuegesetz

Mittelstand wird massiv geschwächt, große Betriebe profitieren

BFB-Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki sagt:
„Der bekannt gewordene Entwurf eines Tariftreuegesetzes stellt insbesondere für die planenden Freien Berufe eine weitere wirtschaftliche und bürokratische Belastung dar. Der Entwurf verlangt Standards von kleinen Betrieben, die aus der Welt der großen tarifgebundenen Unternehmen stammen. Große Betriebe haben sowohl beim Umgang mit erhöhtem Verwaltungsaufwand als auch bei finanziellen Mehraufwänden bessere Voraussetzungen.
Die Freien Berufe machen mit rund 1,48 Mio. Selbständigen knapp 40 Prozent aller Selbstständigen aus. Im Schnitt beschäftigen sie Teams mit drei Mitarbeitenden. Tarifliche Strukturen sind nicht gewachsen. Gleichzeitig tragen sie Verantwortung für entscheidende neue Aufgaben wie die Sanierung und Rettung unserer Infrastruktur, etwa Brückenerneuerung durch Ingenieurbüros, Schienenbau oder den Aufbau von neuer Infrastruktur für Nachhaltigkeit wie Windenergie-Parks. Das Tariftreuegesetz ist die Durchsetzung hoher tariflicher Standards mit der Brechstange, um Tarifbindung staatlich zu fördern. Die Ursachen des abnehmenden Grads der tariflichen und gewerkschaftlichen Bindung haben ihre Ursache auch in sich selbst. Unbeteiligte sollen diese jetzt korrigieren.
Die Drei-Tages-Frist für die Stellungnahme massiv betroffener Berufsgruppen wirkt wie eine Scheinbeteiligung. Am Tariftreuegesetz hängen Existenzen. Die Verbände müssen mehr Zeit zur Stellungnahme bekommen. Bundeskanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche müssen den Stopp dieses Vorhabens zur Chefsache machen. Sonst wird „made for Germany“ ein Wunschprojekt bleiben und der Mittelstand wird weiter geschwächt.“

Über den BFB:
Der Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB) vertritt als einziger Spitzenverband der freiberuflichen Kammern und Verbände die Interessen der Freien Berufe, darunter sowohl Selbstständige als auch Angestellte, in Deutschland. Allein die rund 1,48 Millionen selbstständigen Freiberuflerinnen und Freiberufler steuern knapp zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Sie beschäftigen über 4,7 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – darunter ca. 129.000 Auszubildende. Die Bedeutung der Freien Berufe für Wirtschaft und Gesellschaft geht jedoch weit über ökonomische Aspekte hinaus: Die Gemeinwohlorientierung ist ein Alleinstellungsmerkmal der Freien Berufe.

Der BFB online:
Web: www.freie-berufe.de
LinkedIn: www.linkedin.de/company/bundesverband-der-freien-berufe
Podcast „Rollentausch“: https://open.spotify.com/show/47GNVNDd5itw4HwMoGysf7

Ihr Ansprechpartner:
Luca Samlidis
Head of Media
luca.samlidis@freie-berufe.de
+49 157 36303806
030 28 44 44 32

Pressemitteilung Juli 2025: Ergebnisse der BFB-Konjunkturumfrage Sommer 2025

Dr. Stephan Hofmeister: „Vertrauensvorschuss der Freien Berufe nutzen.“

  • Über ein Drittel arbeitet über Anschlag
  • Weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungsverfahren, klare Rahmenbedingungen
  • Geschäftslage verbessert sich, Ausblick bleibt zurückhaltend

„Mehr als jede, jeder dritte der Befragten (36,5 Prozent) arbeitet bereits über Anschlag – 1,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Der Bedarf an unseren Vertrauensdienstleistungen wächst und unter besseren Bedingungen könnten wir noch mehr leisten. Für uns Freie Berufe ist Freiheit eine zentrale Voraussetzung, um unsere Potenziale voll entfalten zu können“, so BFB-Präsident Dr. Stephan Hofmeister zu den Ergebnissen der Umfrage.

Pressemitteilung Mai 2025: Ausbildungszahlen bei Freien Berufen gestiegen
  • Die Freien Berufe verzeichnen einen Anstieg bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen von 3,7% im Vergleich zum Vorjahresquartal.
  • Besonders gefragt sind medizinische und zahnmedizinische Ausbildungsberufe sowie die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten.
  • BFB-Präsident Dr. Stephan Hofmeister sagt: „Die jungen Leute wissen ganz genau: Wenn ich eine Ausbildung bei den Freien Berufen beginne, mache ich unsere Gesellschaft widerstandsfähiger.“ Dennoch bleibt die Fachkräftelücke mit 211.000 fehlenden Personen erheblich.

Mehr neue Ausbildungsverträge bei Freien Berufen – aber Fachkräftelücke bleibt groß

3,7 Prozent mehr Ausbildungsverträge wurden zum 31. März 2025 neu abgeschlossen. Freie Berufe weisen insgesamt Spitzenwerte bei Integration und Frauenquote vor.

Berlin, 26. Mai 2025. Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung bei den Freien Berufen – das zeigen die aktuellen Zahlen des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) zu neu abgeschlossenen Verträgen. Zum 31. März 2025 wurden bundesweit 11.669 neue Ausbildungsverträge registriert – ein Anstieg um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich wird der Trend, wenn man einen Blick auf den Stellenwert der Freien Berufe im Ausbildungssystem wirft: Fast jede und jeder zehnte Auszubildende strebt hier eine berufliche Zukunft an. „Die Entwicklung stimmt uns positiv“, sagt BFB-Präsident Dr. Stephan Hofmeister. „Immer mehr junge Menschen wollen bei den Freien Berufen arbeiten und damit ihren Beitrag zum Gemeinwohl leisten.“

Hohe Integrationskraft und starke Frauenquote

Die Freien Berufe zeichnen sich nicht nur durch wachsende Ausbildungszahlen aus, sondern auch durch ihre besondere gesellschaftliche Rolle. Mit einem Ausländeranteil von 20,3 Prozent unter den Auszubildenden führen sie alle Ausbildungsbereiche in puncto Integration an. Der Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund dürfte noch weit darüber liegen. Auch bei der Geschlechterverteilung stechen die Freien Berufe hervor: 90,7 Prozent der Auszubildenden sind weiblich. Beide Zahlen stammen aus dem aktuellen Datenreport des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
Die meisten neuen Ausbildungsverträge werden bei den Ärztekammern (Medizinische Fachangestellte), den Zahnärztekammern (Zahnmedizinische Fachangestellte) und den Steuerberaterkammern (Steuerfachangestellte) geschlossen.

Positive Entwicklung – aber Lücke bleibt groß

Trotz der erfreulichen Entwicklung bleibt der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs hoch. Laut einer Sonderauswertung des Instituts für Freie Berufe im Auftrag des BFB fehlen insgesamt 211.000 Personen bei den Freien Berufen. Besonders betroffen sind die Fachkräfte (129.000 fehlende Stellen), die angestellten Berufsträgerinnen und Berufsträger (38.000) sowie die Auszubildenden selbst (44.000). Immerhin: Im Vergleich zum Winter 2023 hat sich die Lage leicht verbessert – damals lag die Gesamtzahl noch bei 263.000 fehlenden Kräften, darunter 50.000 Auszubildende.
„So positiv die Zahlen auch sind, so groß ist die Fachkräftelücke dennoch weiterhin“, betont Dr. Hofmeister. „Eine resiliente Gesellschaft schaffen wir nur mit den Freien Berufen und ihren Teams. Deswegen müssen wir die Attraktivität der Berufe weiter steigern und dazu gehört auch, die überbordende Bürokratie in die Geschichtsbücher zu verbannen.“

Kampagnen zeigen Wirkung

Ein Faktor für die gestiegene Zahl an neuen Auszubildenden ist die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit einzelner Berufsgruppen. Kampagnen wie „Praxenland“ oder „Zähne zeigen“ haben gezielt junge Menschen angesprochen und über die Arbeit in vertrauensbasierten Berufen informiert. Auch die Ausbildungsinitiativen innerhalb der Kammern haben ihren Anteil. „Wir dürfen nicht unterschätzen, wie stark eine solche Ansprache auf potenzielle Auszubildende wirken kann“, sagt der BFB-Präsident. „Die Richtung stimmt wieder, wir haben aber noch ein ganzes Stück vor uns. Wir brauchen mehr Freiheit und Vertrauen – und weniger Bürokratie.“

Über den BFB

Der Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB) vertritt als einziger Spitzenverband der freiberuflichen Kammern und Verbände die Interessen der Freien Berufe, darunter sowohl Selbstständige als auch Angestellte, in Deutschland. Allein die rund 1,48 Millionen selbstständigen Freiberuflerinnen und Freiberufler steuern knapp zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Sie beschäftigen über 4,7 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – darunter ca. 129.000 Auszubildende. Die Bedeutung der Freien Berufe für Wirtschaft und Gesellschaft geht jedoch weit über ökonomische Aspekte hinaus: Die Gemeinwohlorientierung ist ein Alleinstellungsmerkmal der Freien Berufe.

Pressemitteilung Mai 2025: Gründungszahlen IfM Bonn

BFB zur heutigen Veröffentlichung der Zahlen zu den Existenzgründungen auch in den Freien Berufen für das Jahr 2024 durch das Institut für Mittelstandsforschung Bonn.

Klotzki: „Wertschätzung von Selbstständigen steigern.“
„Die künftige Bundesregierung muss gezielt Impulse setzen, um den Weg in die Selbstständigkeit zu fördern, mehr Menschen zu ermutigen, diesen Schritt zu wagen, und die gesellschaftliche Wertschätzung von Selbstständigen zu steigern. Und das nicht zuletzt aus diesem Grund: Wer Beschäftigung sichern will, muss Unternehmertum stärken. Wir brauchen nachhaltige Gründungen und eine Gründungskultur, die auch Solo-Selbstständige und klassische Gründungen anspricht. Daher ist es entscheidend, frühzeitig anzusetzen: Selbstständigkeit muss bereits in der Berufsorientierung als gleichwertige Erwerbsform vermittelt werden“, so BFB-Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki zu den aktuellen Zahlen.
Und sagt weiter: „Insbesondere in den Freien Berufen, die knapp 40 Prozent aller Selbstständigen ausmachen, kann Selbstständigkeit einen maßgeblichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität leisten. Herausragend ist der weiterhin steigende Anteil von Frauen unter den freiberuflich Gründenden, die inzwischen mehr als die Hälfte stellen. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Attraktivität der Selbstständigkeit und das Potenzial, das die Freien Berufe bieten.“

Pressemitteilung April 2025: Fachoberschule Wirtschaft – Steuern und Finanzen jetzt 2x im Saarland: KickOff-Veranstaltung am 8. April im KBBZ Saarlouis

Auf Initiative unseres saarländischen Ministerium der Finanzen und für Wissenschaft (MFW) soll der Fachoberschule Wirtschaft Fachrichtung Steuern und Finanzen zum Schuljahr 2025/2026 „neues Leben eingehaucht“ werden und es kommt neben den Günter-Wöhe-Schulen in Saarbrücken ein weiterer Schulstandort hinzu, nämlich das KBBZ Saarlouis.

Vertreter des MFW und der Steuerberaterkammer Saarland (StBK) sind sich einig: Das Projekt „Fachoberschule Wirtschaft Fachrichtung Steuern und Finanzen“ ist ein Lichtblick, und dies gleichermaßen im Interesse der Finanzverwaltung wie auch der Steuerberaterinnen und Steuerberater im Saarland. Denn ergänzend zum Unterrichtsangebot der Fachoberschule Wirtschaft werden die Schülerinnen und Schüler hier auch im Fach Steuerlehre unterrichtet; mit diesem Themenschwerpunkt sollen Basiswissen und Schlüsselqualifikationen vermittelt werden, um die Schülerinnen und Schüler auf eine Ausbildung in diesem Bereich vorzubereiten. Das Projekt wird auch unterstützt vom „Förderverein für steuerberatende Berufe eV.“ (ffsbev.de).

Im KBBZ Saarlouis wird am 8. April 2025, 18:30 Uhr, eine „Kickoff“-Veranstaltung stattfinden, an der neben Herrn Staatssekretär Förster (MFW), Frau Staatssekretärin Heide (Ministerium für Bildung und Kultur – MBK) und dem Landrat des Landkreises Saarlouis, Herrn Lauer, auch Herr Maul als Präsident der StBK Saarland und Herr Klein, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Saarlouis, teilnehmen werden. Alle Interessierten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen!

Praktikumsplätze für das verpflichtende einjährige Betriebspraktikum in der Finanzverwaltung oder in der Steuerberatung, welches Bestandteil dieser Fachrichtung Steuern und Finanzen der Fachoberschule Wirtschaft ist, finden interessierte Schülerinnen und Schüler über die Ausbildungs- und Praktikumsplatzbörse der Steuerberaterkammer Saarland: StBK Online-Stellenbörse | zahltsichausbildung.de , oder über die Praktikumsbörse des KBBZ-Saarlouis.

Steuerberaterkammer Saarland
Körperschaft des Öffentlichen Rechts
Nell-Breuning-Allee 6 (Eingang 1 A/B)
66115 Saarbrücken
Ansprechpartner:
Clemens Ranker
Geschäftsführer Justitiar
Tel.: +49 (0)681 66832-0
Fax: +49 (0)681 66832-32
E-Mail: stbk@stbk-saarland.de
Internet: www.stbk-saarland.de

Pressemitteilung März 2025: Neuer Bundestag: Freie Berufe setzen auf Dialog zwischen Politik und Gesellschaft

Bundesverband der Freien Berufe lädt Abgeordnete zum Austausch ein. Bürgernähe ist Teil des freiberuflichen Alltags
Zur Konstituierung des neu gewählten Deutschen Bundestages hebt der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) die Bedeutung eines lebendigen Austauschs zwischen Politik und Gesellschaft hervor. „Viele Freie Berufe sind unmittelbare Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Menschen – in ihrer Rolle unter anderem als Ärztinnen, Apotheker, Architektinnen, Anwälte oder Steuerberaterinnen“, sagt Dr. Stephan Hofmeister, Präsident des BFB.
Der neu gewählte Deutsche Bundestag stehe angesichts massiver Sicherheitsgefährdungen von innen und außen und der strukturellen wirtschaftlichen Schwäche einer beispiellosen Herausforderung gegenüber. „Nicht nur die Abgeordneten, sondern wir alle werden gebraucht. Als Freie Berufe sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und setzen uns weiterhin für einen offenen Diskurs und gegen Polarisierung ein“, so der BFB-Präsident.
Die Nähe zu den Menschen vor Ort gehört zum Selbstverständnis der Freien Berufe. Der BFB lädt die neuen Bundestagsabgeordneten ein, diesen Blickwinkel kennenzulernen und mit Freiberuflerinnen und Freiberuflern in ihrem Wahlkreis ins Gespräch zu kommen. „Der direkte Austausch kann dazu beitragen, gesellschaftliche Perspektiven besser einzuordnen und politische Entscheidungen praxisnah zu gestalten“, so Dr. Hofmeister. Auch der BFB steht für Gespräche zur Verfügung.

Pressemitteilung März 2025: Neues Sprecherteam des BFB-Gesprächsforums „Junge Freie Berufe“: Dr. Kathleen Menzel und Tom-Adnan Hobe

Das BFB-Gesprächsforum „Junge Freie Berufe“ wählte bei seiner Sitzung am 14. März 2025 Dr. Kathleen Menzel und Tom-Adnan Hobe als Sprecherin beziehungsweise Sprecher für die nächsten drei Jahre. Die Runde war zu Gast in der apoBank-Filiale Berlin Mitte und wurde von Lisa-Marie Menzel, Direktorin der Filiale und Filialleiterin Private Banking Berlin Mitte, sowie BFB-Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki begrüßt.


Dr. Kathleen Menzel (38) ist seit 2023 selbstständige Zahnärztin in Hamburg und Vizepräsidentin der Zahnärztekammer Hamburg – als erste und jüngste in ihrer Geschichte. Ihre Entsendung in das Forum erfolgte durch die Bundeszahnärztekammer. Tom-Adnan Hobe (35) ist Steuerberater und Mitglied der Geschäftsführung einer Steuerberatungsgesellschaft mit 20 Angestellten in Rostock. Er wurde vom Deutschen Steuerberaterverband entsandt.
Die Runde arbeitete intensiv an der Vorbereitung des „Tags der Jungen Freien Berufe“ und entwarf erste Ansätze für weitere Positionierungen zu Mutterschutz und Elterngeld sowie zum Abbau bürokratischer Hürden, die in den kommenden Sitzungen vertieft werden sollen.


Über das Forum


Es vertritt die jungen Berufsträgerinnen und Berufsträger im BFB, identifiziert Herausforderungen und bringt ihre Perspektiven in die BFB-Agenda ein – von Gründergeist über Fachkräftesicherung bis zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Vernetzung untereinander ist von besonderem Wert.


Bitte notieren: Premiere


Am 7. November 2025 lädt das BFB-Gesprächsforum „Junge Freie Berufe“ zum Tag der Jungen Freien Berufe ein. Ab 13 Uhr erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein vielseitiges Programm mit inspirierenden persönlichen Geschichten, Impulsen für berufspolitisches Engagement sowie praxisnahen Einblicken in Gründung und Nachfolge. Zudem werden Strategien zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie politische Kernforderungen thematisiert. Ab circa 17 Uhr gibt es Gelegenheit zu Austausch und Networking. Die Teilnahme ist kostenfrei. Gemeinsam blicken wir auf die Zukunft der Freiberuflichkeit – seien Sie dabei!


Bild: BFB/Mark Bollhorst
BU: V. l. – entsendende Organisation in Klammern: BFB-Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki, Zahnärztin Dr. Kathleen Menzel (Bundeszahnärztekammer), Lisa-Marie Menzel, apoBank, Dr. Anna-Teresa Lundershausen (Bundesärztekammer), Freischaffende Ing. Architektin Julia Caroline Huckenbeck (Bundesarchitektenkammer), Physiotherapeutin Ricarda Uhlemeyer (Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK), Steuerberater Tom-Adnan Hobe (Deutscher Steuerberaterverband), Bauingenieurin Maike Grüneberg (Bundesingenieurkammer)

Pressemitteilung Februar 2025: Ergebnisse einer Sonderauswertung der BFB-Konjunkturumfrage Winter 2024

Dr. Stephan Hofmeister: „Fachkräftemangel bleibt eine zentrale Herausforderung.“

  • Fachkräftelücke von rund 211.000 Personen
  • Rund 16 Milliarden Euro weniger Wertschöpfung
  • Hauptgrund ist der Mangel an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern

„Der Fachkräftemangel belastet die Freien Berufe stark. Aktuell fehlen rund 129.000 Fachkräfte, 38.000 angestellte Berufsträgerinnen und Berufsträger sowie 44.000 Auszubildende. Insgesamt klafft eine erhebliche Lücke von rund 211.000 Personen – trotz einer leichten Verbesserung gegenüber dem Winter 2023, als diese Zahl bei 263.000 lag. Zwar hat sich der Druck auf alle Berufsgruppen leicht verringert, was teils auf die Besetzung offener Stellen, Neuzuschnitte von Aufgaben oder abgelehnte Aufträge zurückzuführen ist. Dennoch bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung, mit der sich viele Teams arrangieren mussten,“ so BFB-Präsident Dr. Stephan Hofmeister.

Und sagt weiter: „Die in den Freien Berufen durch den Fachkräftemangel nicht erbrachte Wirtschaftsleistung beläuft sich auf rund 16 Milliarden Euro. Ein Wertschöpfungsverlust, der fast drei Prozent des Umsatzes entspricht, den die Freien Berufe in Deutschland 2024 gemeinsam mit ihren Teams erwirtschaftet haben.

Die Gründe für die Besetzungsprobleme sind vielfältig: 80,6 Prozent der Befragten nennen den Mangel an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern als Hauptursache. 55 Prozent sehen eine veränderte Arbeits- und Lebenseinstellung der Bewerbenden als entscheidenden Faktor. 50,9 Prozent geben zu hohe Gehaltsvorstellungen an. Weitere Gründe sind laut 39,7 Prozent eine unzureichende Passung der Qualifikationen mit den Anforderungen des Arbeitsplatzes, während 32,7 Prozent eine generelle Unterqualifizierung beklagen.

Diese Herausforderungen zeigen deutlich, dass die Freien Berufe ihr volles Potenzial – sowohl für die Bewältigung wichtiger Zukunftsaufgaben als auch für das Wirtschaftswachstum – derzeit nicht ausschöpfen können. Dabei bieten sie gerade jungen Menschen nicht nur eine zukunftssichere berufliche Perspektive, sondern auch die Chance, einen sinnstiftenden Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten. In Praxen, Kanzleien, Büros und Apotheken sind auch Auszubildende bereits von Anfang an als wertvolle Mitglieder des Teams mit dabei. Sie arbeiten eng mit Patientinnen, Mandanten, Klientinnen und Kunden zusammen und tragen so aktiv zu Gesundheitsversorgung, Rechtsberatung, Planung, Bau und Kultur bei. Mit ihrer Arbeit stärken sie die Daseinsvorsorge und gestalten gesellschaftlich relevante Bereiche mit.

In den kleinen, für die Freien Berufe typischen Teams können die Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich flexibler berücksichtigt werden als in großen Organisationen. Arbeitszeiten und Stellenumfang lassen sich, wo möglich, wesentlich unkomplizierter anpassen. Darüber hinaus stärkt das vertrauensvolle Miteinander im Team diese Flexibilität zusätzlich.

Um dem Fachkräftemangel effektiv entgegenzuwirken, kann die Politik kurzfristig und kostenneutral gegensteuern, indem sie den Bürokratieabbau beherzt angeht, damit freiberufliche Praxen, Kanzleien, Büros und Apotheken wertvolle Zeit gewinnen – Zeit für ihre Patientinnen, Mandanten, Klientinnen und Kunden.

Auch muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter gestärkt werden. Insbesondere ist eine wohnortnahe, zeitlich flexible Kinderbetreuung, die auch Tagesrandstunden abdeckt, essenziell – gerade für Vollzeitbeschäftigte. Dabei kommt dem ab dem Schuljahr 2026/27 geltenden Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Grundschulkinder eine zentrale Rolle zu, der in den Kommunen konsequent umgesetzt werden muss.

Darüber hinaus gilt es, bisher ungenutzte Arbeitsmarktpotenziale stärker zu aktivieren und die Erwerbsbeteiligung zu erhöhen.“

Hinweis: Die Zahlen entstammen einer Sonderauswertung, die das Institut für Freie Berufe im Auftrag für den BFB auf Basis der BFB-Konjunkturumfrage Winter 2024 durchgeführt hat.