Freie Berufe im Saarland
für den Einzelnen und für das Gemeinwohl
Freie Berufe
In Deutschland sind die sogenannten Freien Berufe dadurch gekennzeichnet, dass sie aufgrund besonderer beruflicher Qualifikation persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig geistig-ideelle Leistungen erbringen…
Freie Berufe in Zahlen
Zuverlässiges Indiz für den Beitrag der Freien Berufe zur Wirtschaftsleistung im Saarland ist der Anteil von 3,09 Milliarden Euro am Gesamtumsatz aller Wirtschaftszweige in Höhe von ca. 91,67 Milliarden Euro im Saarland…
Freie Berufe in Kammern und Verbänden
Wegen ihrer Allgemeinwohlbindung unterliegen die Freien Berufe in Deutschland in aller Regel besonderen berufsrechtlichen Bindungen nach Maßgabe der staatlichen Gesetzgebung und/oder des von ihrer jeweiligen Berufsorganisation…
Aktuelles
Freiberufler-Ticker vom 20. Februar 2026
„Vergaberecht mittelstandsgerecht gestalten!“
„Vergaberecht mittelstandsgerecht gestalten!“ forderten BFB und weitere Verbände aus
Handwerk, Bauwirtschaft sowie den planenden Berufen in ihrem aktuellen Aufruf, welcher an die zuständige Fachpolitik adressiert wurde. Die Verbände sehen mit großer Sorge die unklare und verzögerte Ausgestaltung des Vergabebeschleunigungsgesetzes. Die zunehmende Vergabe immer größerer Lose schließt regionale Betriebe und den Mittelstand faktisch vom Wettbewerb um öffentliche Aufträge aus. Besonders die Verwendung der Mittel aus dem Sondervermögen wird dadurch nicht als Chance, sondern als existenzielle Bedrohung wahrgenommen. Politische Kompromisse haben das im Koalitionsvertrag verankerte Ziel einer mittelstandsfreundlichen Vergabe mehrfach aufgeweicht. Gefordert wird daher dringend ein Vergaberecht, das Handwerk
und Mittelstand wieder faire Wettbewerbschancen gibt und ihre Rolle als Konjunkturmotor stärkt.
Freiberufler-Ticker vom 30. Januar 2026
Bundeskabinett beschließt Jahreswirtschaftsbericht 2026
Das Bundeskabinett beschloss am 28. Januar 2026 den Jahreswirtschaftsbericht „Investitionen und Reformen für Wachstum und Resilienz“. Darin werden die Freien Berufe nicht adressiert. Dem Bericht zufolge ist die deutsche Wirtschaft 2025 um 0,2 Prozent gewachsen, für 2026 geht die Bundesregierung von einem Wachstum von einem Prozent aus, im Herbst war sie noch von 1,3 Prozent ausgegangen. Der Bericht macht deutlich, dass die derzeitigen Wachstumsimpulse
weniger aus einer breiten wirtschaftlichen Dynamik, sondern vor allem aus staatlichen Investitionen in die Infrastruktur resultieren. Zwar verweist der Bericht darauf, dass die Zahl der Erwerbstätigen mit 46,2 Millionen auf einem historisch hohen Niveau liegt, zugleich aber zeigt er, dass die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 101.000 Personen zugenommen hat. Die Verbraucherpreise dürften laut Ausblick rund 2,1 Prozent und damit etwas geringer zunehmen als in den Vorjahren. Im Jahresdurchschnitt 2025 lag die Inflationsrate bei 2,2 Prozent. Benannt werden sechs zentrale Handlungsfelder: (1) Investitionen, (2) niedrigere Energiepreise, (3) Bürokratieabbau, (4) Fachkräftesicherung, (5) beschleunigte Digitalisierung sowie (6) Förderung von Innovationen und des Strukturwandels.
Freiberufler-Ticker vom 23. Januar 2026
Vertrauensvorschuss der Freien Berufe aufgebraucht
Die jüngste BFB-Konjunkturumfrage zeigt: Die Stimmung kippt und die Ernüchterung wächst. Zwar bewertet knapp die Hälfte der befragten Freiberuflerinnen und Freiberufler ihre Geschäftslage als gut, doch rund ein Viertel rechnet in den kommenden sechs Monaten mit einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung.
Die gesamtwirtschaftliche Lage wirkt sich damit zunehmend spürbar auf die Freien Berufe aus. BFB-Präsident Dr. Stephan Hofmeister fordert eine konsequent mittelstandsgerechte Politik. Freie Berufe und Mittelstand seien tragende, standorttreue Strukturen und müssten stärker in den Mittelpunkt der politischen Praxis rücken. Trotz der angespannten Lage zeichnet sich weiterer Beschäftigungszuwachs ab. Jede beziehungsweise jeder Achte plant in den kommenden zwei Jahren Neueinstellungen, rund sieben von zehn Befragten wollen ihren Mitarbeiterstamm stabil halten. Die Rheinische Post berichtete vorab am 19. Januar 2026 exklusiv über die Ergebnisse.