Freie Berufe im Saarland
für den Einzelnen und für das Gemeinwohl
Freie Berufe
In Deutschland sind die sogenannten Freien Berufe dadurch gekennzeichnet, dass sie aufgrund besonderer beruflicher Qualifikation persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig geistig-ideelle Leistungen erbringen…
Freie Berufe in Zahlen
Zuverlässiges Indiz für den Beitrag der Freien Berufe zur Wirtschaftsleistung im Saarland ist der Anteil von 3,09 Milliarden Euro am Gesamtumsatz aller Wirtschaftszweige in Höhe von ca. 91,67 Milliarden Euro im Saarland…
Freie Berufe in Kammern und Verbänden
Wegen ihrer Allgemeinwohlbindung unterliegen die Freien Berufe in Deutschland in aller Regel besonderen berufsrechtlichen Bindungen nach Maßgabe der staatlichen Gesetzgebung und/oder des von ihrer jeweiligen Berufsorganisation…
Aktuelles
Freiberufler-Ticker vom 12. Juni 2026
Studie fordert Reformpaket mit hoher Hebelwirkung
Am 10. Juni 2026 stellten Prof. Dr. Veronika Grimm und Prof. Dr. Désirée I. Christofzik ihre Studie
„Wachstumsgrundlagen erneuern, Sicherheit nachhaltig stärken“ vor. Im Auftrag des
Gemeinschaftsausschusses der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft, bei dem der BFB Gast ist,
zeigen sie darin auf, dass Deutschland seine wirtschafts-, finanz- und sicherheitspolitischen
Herausforderungen nur mit einem kohärenten Reformpaket bewältigen kann. Zentral seien
Reformen mit hoher Hebelwirkung, insbesondere beim Abbau von Bürokratie und
Berichtspflichten, bei der Reform der sozialen Sicherungssysteme sowie beim Ausbau von Bildung,
Forschung und technologischer Innovation. Ziel sei es, Wachstumspotenziale zu stärken,
öffentliche Finanzen tragfähig zu sichern und die Resilienz Deutschlands und Europas zu erhöhen.
Der Gemeinschaftsausschuss der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft sieht in den Empfehlungen
der Studie eine wichtige Grundlage für die wirtschafts- und finanzpolitische Debatte der
kommenden Jahre und appelliert an die Politik, die notwendigen Reformschritte entschlossen
anzugehen.
Freiberufler-Ticker vom 05. Juni 2026
BFB-Mitgliederversammlung: Dr. Romy Ermler als Vizepräsidentin gewählt
Die Mitgliedsorganisationen des BFB kamen am 2. Juni 2026 in Berlin zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung zusammen. Im Mittelpunkt standen Nachwahlen zum Präsidium und Vorstand sowie die Diskussion aktueller Herausforderungen für die Freien Berufe. Neu ins Präsidium gewählt wurde Dr. Romy Ermler, Präsidentin der Bundeszahnärztekammer. Neu in den Vorstand rückten Dr. Markus Sikora, Präsident der Bundesnotarkammer, und Dr. Fabian Widder, Vizepräsident des Deutschen Anwaltvereins, nach. „Die Freien Berufe stehen vor einer entscheidenden Wegmarke. Das zunehmende Interesse externer Investoren an traditionell freiberuflich geprägten Strukturen, Diskussionen über bewährte Formen der Selbstverwaltung und die wirtschaftliche Unsicherheit in Deutschland zeigen, dass wir die Rahmenbedingungen für freiberufliches Arbeiten aktiv verteidigen und weiterentwickeln müssen“, sagte BFB-Präsident Dr. Stephan Hofmeister. Neben den Personalentscheidungen prägten wirtschaftspolitische Fragen die Beratungen.
Freiberufler-Ticker vom 29. Mai 2026
SVR-Frühjahrsgutachten 2026 veröffentlicht
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) veröffentlichte am 27. Mai 2026 sein Frühjahrsgutachten 2026. Darin wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) preisbereinigt in Deutschland von 0,5 Prozentpunkten für 2026 und von 0,8 für 2027 prognostiziert. Die Inflationsrate soll etwa drei Prozent 2026 betragen und 2027 auf 2,8 Prozent zurückgehen. Dabei soll die Arbeitslosigkeitsrate in diesem Jahr etwa 6,4 Prozent betragen und 2027 auf 6,2 Prozent sinken. Inhaltlicher Schwerpunkt des Gutachtens ist weniger die kurzfristige Konjunktur als vielmehr die langfristige Stabilität der sozialen Sicherungssysteme. Der SVR sieht insbesondere durch den demografischen Wandel erhebliche Belastungen für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Besonders kritisch bewertet er die Situation im Gesundheitswesen. Deutschland gibt mit knapp zwölf Prozent des BIP im internationalen Vergleich sehr viel für Gesundheit aus, erreicht jedoch bei zentralen Gesundheitsindikatoren laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nur durchschnittliche Ergebnisse.