Freie Berufe im Saarland
für den Einzelnen und für das Gemeinwohl
Freie Berufe
In Deutschland sind die sogenannten Freien Berufe dadurch gekennzeichnet, dass sie aufgrund besonderer beruflicher Qualifikation persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig geistig-ideelle Leistungen erbringen…
Freie Berufe in Zahlen
Zuverlässiges Indiz für den Beitrag der Freien Berufe zur Wirtschaftsleistung im Saarland ist der Anteil von rund 3,80 Milliarden Euro am Gesamtumsatz aller Wirtschaftszweige in Höhe von rund 104,51 Milliarden Euro. Damit erwirtschaften die Freien Berufe 3,64 Prozent des Gesamtumsatzes im Saarland…
Freie Berufe in Kammern und Verbänden
Wegen ihrer Allgemeinwohlbindung unterliegen die Freien Berufe in Deutschland in aller Regel besonderen berufsrechtlichen Bindungen nach Maßgabe der staatlichen Gesetzgebung und/oder des von ihrer jeweiligen Berufsorganisation…
Aktuelles
Freiberufler-Ticker vom 30. Oktober 2026
BFB kritisiert Rentenkonzept des DGB
Die vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) eingesetzte Rentenkommission legte am 28.
Oktober 2026 ihren Endbericht vor. Sie empfiehlt unter anderem, das Rentenniveau vor Steuern
schrittweise von 48 auf 50 und später auf 53 Prozent anzuheben, alle Arbeitgeber zu einer
Betriebsrente in Höhe von zwei Prozent des Bruttolohns zu verpflichten und Selbstständige
schrittweise in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Finanziert werden soll das über
leicht erhöhte Beiträge und einen steuerfinanzierten Demografiezuschuss des Bundes. Der BFB
lehnt die Vorschläge ab. „Es ist unverantwortlich und unseriös, das Rentenniveau weiter zu
steigern und den Arbeitgebern, gerade den kleinen Betrieben, neue Lasten aufzubürden“, sagte
BFB-Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki in einer Pressemitteilung.
Freiberufler-Ticker vom 16. Oktober 2026
Neuer Arbeitsminister: BFB erwartet Reformstart
Der BFB sieht im Wechsel an der Spitze des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Chance, die anstehenden Sozialreformen jetzt entschlossen umzusetzen. BFB-Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki dankte in einer Pressemitteilung zunächst der bisherigen Ministerin Bärbel Bas für die offene Zusammenarbeit. Von ihrem Nachfolger Alexander Schweitzer erwartet der BFB Tempo und einen klaren Blick auf kleine und mittlere Betriebe. „Ein Ministerwechsel ersetzt kein Reformprogramm. Er kann aber der Startschuss sein“, so Klotzki. Den Zeitplan, den Bundeskanzler Friedrich Merz am 13. Oktober 2026 beim Deutschen Arbeitgebertag bekräftigte, unterstützt der Verband ausdrücklich: Der Gesetzentwurf zur Rentenreform soll noch in diesem Jahr ins Kabinett und im ersten Quartal 2027 durch den Bundestag. Als Prioritäten nennt der BFB eine Alterssicherungspflicht für Selbstständige mit Wahlfreiheit bei der Vorsorgeform und dem Schutz der berufsständischen Versorgungswerke, ein schnelles und verlässliches Statusfeststellungsverfahren sowie spürbaren Bürokratieabbau im Arbeits- und Sozialrecht.
Freiberufler-Ticker vom 02. Oktober 2026
Vollmachtsdatenbank in der Sozialversicherung (VDB SV)
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales genehmigte im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen die Gemeinsamen Grundsätze für die Vollmachtsdatenbank in der Sozialversicherung. Damit liegt ein wesentlicher Baustein für die Umsetzung des mit dem Vierten Bürokratieentlastungsgesetz eingeführten § 105a SGB IV vor. Ab 2028 sollen Vollmachten gegenüber Sozialversicherungsträgern zentral digital nachgewiesen werden können. Der bislang häufig erforderliche schriftliche Vollmachtsnachweis entfällt damit in vielen Fällen. Ziel der Neuregelung ist der Abbau bürokratischer Belastungen und die weitere Digitalisierung der Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung. Die verpflichtende Nutzung durch abrufberechtigte Stellen ist ab 2030 vorgesehen. Erarbeitet wurden die Grundsätze von der Bundessteuerberaterkammer gemeinsam mit den beteiligten Trägern der Sozialversicherung.